“Wenn ich dieses Drama überlebt habe, dann wird Jesus Christus die Leukämie auch noch heilen”

"Im Verlauf meines Lebens hat es immer mal wieder Momente und Phasen gegeben, in denen ich Gottes Nähe oder Bewahrung ganz konkret und nahe erlebt habe. Eine extremste Phase war z.B. eine bedrohliche gesundheitliche Krise vor einigen Jahren. Während einer nicht heilen wollenden Sinusitis wurde damals eine akute Leukämie mit einem ca. 80-prozentigen Befall des Blutes mit kranken Zellen erkannt. Die Notaufnahme in ein Krankenhaus war die Folge. Zu der Zeit war ich bereits mehrere Jahre Christ und hatte eine persönliche Beziehung zu Jesus. Diese Diagnose stürzte mich in ein Trauma: die Angst vor dem Sterben und die existenzielle Sorge um die Familie (Ehefrau und drei kleine Kinder) belastete mich sehr. In meinem Herzen erlebte ich eine tiefe Dumpfheit und Trauer, dass Gott mich diesen Weg führte. In mir rebellierte alles. Die Ärzte sprachen zwar von einer gewissen Chance - aber schnell war auch klar, dass es keinen externen Stammzellenspender geben wird. Wegen des hohen Blastenanteils im Knochenmark wurde zügig die Chemotherapie eingeleitet. Das führte erst recht zu einer bedrohlichen Situation: In der Lunge breiteten sich explosionsartig vorhandene Legionellen aus, sodass es für mich unmerklich zu einem Atemstillstand kam. Meine Frau schlug sofort Alarm - ein notwendiges Beatmungsbett war aber nicht frei, so dass ich hektisch in eine andere Abteilung verlegt und sofort intubiert wurde. Bereits im Krankenzimmer riss mein Erinnerungsfilm ab. Später wurde gesagt, dass es um Leben und Tod ging. Gottes Gnade schenkte es, dass während der Sedierung auf der Intensivstation der Abwärtstrend innehielt und sich umkehrte. Nach drei Tagen kam ich wieder zu Bewusstsein. Die Vitalfunktionen stabilisierten sich und ich konnte wieder auf die Normalstation zur eigentlichen Therapie der Leukämie verlegt werden. In meinem Herzen keimte eine wage Hoffnung auf – etwa so: Wenn ich dieses Drama überlebt habe, dann wird Jesus Christus die Leukämie auch noch heilen. Ein paar Tage später besuchte mich ein Kollege und Freund. Er gab mir eine schlichte Karte mit dem Bibelvers (Jesaja 41, V. 9b+10): „Du sollst mein Knecht sein; ich erwähle dich und verwerfe dich nicht -, fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ Wieder ein paar Tage später erhielt ich einen Anruf, auch von einem Kollegen, ungefähr mit den Worten: „Wir beten und glauben, dass du irgendwann wieder an deinem Fjord stehen und über die Weite sehen wirst und zurückblicken kannst ... (eine Anspielung auf unsere abgesagte Urlaubsfahrt nach Norwegen). Ich wurde stutzig über solche Verheißungen. Hinter gelesenen Bibelworten hörte ich regelrecht Gottes persönliche Stimme. Meine Gedanken waren: Sollte es denn wirklich noch so konkret prophetisches Reden geben? Überhaupt erfuhr ich innerhalb unseres Gemeindeverbandes und darüber hinaus eine große Gebets-Solidarität. Ohne Knochenmarksspende, allein durch die Chemotherapie, konnte ich geheilt werden. Wenn der „Fjord“ auch noch aussteht: die Zusagen Gottes bezüglich meiner Gesundheit haben sich alle erfüllt – durch Sein wunderbares Handeln und die medizinischen Errungenschaften, zu denen sich der Schöpfer „in die Karten“ hat sehen lassen. Insgesamt gesehen hat diese Erfahrung meinen Glauben an Jesus Christus tief geprägt." -Wolfgang
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